Aktion: #IchBinEinTouchpoint - für mehr Menschlichkeit in den Unternehmen

Mitarbeiter sind zweitrangig? Sie sind der größte unternehmensinterne Schatz! Mit der #IchBinEinTouchpoint Aktion können die Beschäftigten nun darauf aufmerksam machen.

Der für diese Aktion kreierte Button will dem internen und externen Umfeld sagen: „Hallo, ich bin ein Touchpoint! Behandelt mich so, dass ich das Unternehmen als Botschafter bestmöglich vertreten kann.“

Mit einem kleinen Augenzwinkern soll dabei die Bedeutung der Mitarbeiter aufgewertet und mehr Menschlichkeit in die Unternehmen getragen werden.

Ab sofort will ich freitags in meinem Blog und auf Facebook darüber berichten, was die Menschen beim Tragen des Buttons so alles erleben. Dazu kann jeder Teilnehmer per Foto oder Video und einer kleinen Geschichte dokumentieren, wie es ihm dabei ergangen ist. Was man alles mit dem Button machen kann? Zum Beispiel:

  • er kann während der Arbeit getragen werden - oder auf dem Weg dorthin und nach Hause
  • Mitarbeiter können damit einander ihre Wertschätzung bekunden
  • dem einen oder anderen Chef kann man so einen Wink mit dem Zaunpfahl geben
  • als kleine Erinnerung kann er das Betriebsklima und die Meetingkultur verbessern helfen
  • auf Events oder Messen kann er als lockerer Anknüpfungspunkt für ein Gespräch dienen
  • im Handel kann man damit ganz zwanglos einen ersten Kontakt zum Kunden aufnehmen
  • in der Firma oder unterwegs getragen kann er Anlass sein, wieder mehr miteinander zu reden

Und sicher gibt es noch sehr viele weitere passende Ideen. Also dann: Machen Sie mit!

Hier lässt sich ein großer Button kostenlos herunterladen.

Hier lässt sich ein kleiner Button kostenlos herunterladen.

Eine stylische Version zum Anstecken gibt es hier  (ganz unten, 20 Stück/12 Euro)

Für die Veröffentlichung: Erzählt die Story, die Ihr erlebt habt, oder die Botschaft, die Ihr verpacken wolltet, und schickt das zusammen mit ein, zwei Fotos oder einem kleinen Video an: info@anneschueller.de

Wird die Geschichte veröffentlicht, erhält der/diejenige ein kleines Dankeschön. (Unangebrachte Fotos oder Geschichten zu schicken ist zwecklos.)

Warum diese Aktion? Servicemiseren entstehen durch Führungsmiseren

Anne M. Schüller - Initiatorin der Aktion

Ein schlechter Führungsstil hat nicht nur fatale Folgen für die Mitarbeitermotivation und das Gewinnen von Toptalenten. Es ergeben sich auch unmittelbare Auswirkungen auf das Geschäft.

Denn vor allem die Mitarbeiter entscheiden darüber, ob ein Unternehmen neue Kunden gewinnt, ob diese immer wieder gerne kaufen, und ob sie am Ende auch weiterempfehlen. Und mehr noch: Durch digitale Mundpropaganda beeinflussen die eigenen Mitarbeiter heute maßgeblich mit, wer die besten Talente gewinnt.

Passende interne Rahmenbedingungen und eine auf diesen Wandel ausgerichtete Führungskultur sind unausweichlich, damit es gelingt, als Anbieter und Arbeitgeber auch noch morgen auf immer neue Weise verlockend zu sein.

Ganz ohne Zweifel: Der Wettbewerb der Zukunft wird auf dem Marktplatz der Unternehmenskulturen geführt. Und in der digitalisierten Welt begegnen sich Mitarbeiter und Kunden an unzähligen Berührungspunkten, den sogenannten Touchpoints – offline und online.

In solchen „Momenten der Wahrheit“ entscheidet sich dann, ob die Qualitätsversprechen eines Anbieters auch tatsächlich eingehalten und umgesetzt werden. So wird der Mitarbeiter zum wichtigsten Botschafter seines Unternehmens.

Führungskräfte tun gut daran, die Bedeutung ihrer Mitarbeiter für ein Überleben am Markt vollauf ernst zu nehmen – und nach Kräften zu unterstützen. Mit dem Touchpoint-Button können die Beschäftigten nun nach innen und außen auf ihre Wertigkeit als Mensch und ihre Wirksamkeit als Arbeitskraft hinweisen. Und mit einem kleinen Augenzwinkern kann so auch ein wenig mehr Menschlichkeit in die Unternehmen gelangen.

Die erste Story ist da: Buchhändler Carsten Vogt und seine Touchpoint-Geschichte

Buchhändler Carsten Vogt mit Touchpoint-Button

„Als Buchhändler liebe ich Bücher – und neuerdings auch den Touchpoint-Button. Ich trage ihn beim Pendeln zur Arbeit und auch in unserer juristischen Fachbuchhandlung Schweitzer am Münchener Lenbachplatz.

Vor einigen Tagen sprach mich ein Kunde an: „Wenn ich den Button berühre, geht dann ein Licht an?“ So kamen wir ins Gespräch. Wir unterhielten uns, und er kaufte ein paar Bücher, die ich ihm empfahl. Ich gehe davon aus, dass ihm beim Lesen so manches Licht aufging. 

Seine Bemerkung brachte mich zu der Frage: Was kann ich mit dem Button noch machen? Als technischer Laie ist es mir nicht gelungen, eine Kombination aus Schalter, Batterie, Kabel und Lämpchen funktionstüchtig und ästhetisch zu basteln. Aber: Ich bastelte einen Touchpoint in Bewegung – sehen Sie den Prototyp hier in Aktion!“

Also ich finde: Ganz schön kreativ für einen juristischen Fachbuchhändler.

Die ManagerSeminare hat mich zur #IchBinEinTouchpoint Aktion interviewt

Aktionsbutton: Ich bin ein Touchpoint

Mit Ihrer Aktion sollen Mitarbeiter auf ihren Wert und ihre Wirksamkeit als Arbeitskraft hinweisen. Warum haben Angestellte Ihrer Meinung nach so was nötig?

Mir geht es bei dieser Aktion vor allem um eine Humanisierung der Unternehmenskultur. In den meisten Organisationen wird ja viel zu viel Management betrieben – und zu wenig Menschenführung gelebt. Selbst ureigenste Führungsaufgaben wie Mitarbeiterjahresgespräche werden „gemanagt“, also per Checkliste nach starren Regeln geführt. Und die Mitarbeiterperformance wird über Dashboards und Cockpits gesteuert, so als ob Menschen Maschinen wären, bei denen man die Anzahl der Umdrehungen misst. Ein solch entmenschlichtes Vorgehen hat aber auf Dauer nicht nur fatale Folgen für die intrinsische Motivation und den Output an Kreativität, sondern auch Auswirkungen auf die Arbeitgeberreputation. So ergeben sich am Ende in vielerlei Hinsicht negative Auswirkungen auf das Geschäft.

Mit dem Tragen des Buttons und der Aussage: „Behandelt mich so, dass ich das Unternehmen als Botschafter bestmöglich vertreten kann“ übt ein Mitarbeiter Kritik an seiner Führungskraft bzw. seinem Unternehmen. Warum halten Sie diesen Weg der Kommunikation für angebracht?

Auch wenn man sich eine konstruktive Feedback-Kultur noch so sehr wünscht: Kaum ein Mitarbeiter wird die Traute haben, seinem Chef direkt ins Gesicht zu sagen, dass der einen schlechten Führungsstil pflegt, seine Leute verletzt oder dumme Entscheidungen trifft. Selbst dort, wo es definierte Führungs- oder Meetingregeln gibt, wird sich kaum jemand erheben und auf deren Einhaltung pochen. Weil die Beschäftigten nämlich fürchten, sich mit sowas unbeliebt zu machen oder irgendwann später die Quittung dafür zu bekommen. In all diesen Fällen kann der Button ein kleiner Botschafter sein, der Dritte mit einem Augenzwinkern an das eine oder andere erinnert. So ein Wink mit dem Zaunpfahl darf übrigens nicht nur den Oberen gelten, sondern kann auch in Richtung Kollegen gehen, wenn das nötig sein sollte.

Sind Sie wirklich überzeugt, dass Mitarbeiter ihrem Umfeld mitteilen wollen: „Ich bin ein Touchpoint“? Das klingt eher technisch als menschlich…

Das klingt technisch? Übersetzt heißt Touchpoint Berührungspunkt. Und damit ist eigentlich schon alles gesagt: Wer Menschen erreichen will, der muss sie geistig und seelisch berühren – und positive Emotionen zum Schwingen bringen. Als Führungskraft tut man sich immer leichter, wenn man zuvor seine Mitarbeiter zu „Fans“ gemacht hat, um sie danach auf eine gemeinsame Zukunft einzustimmen. Mensch vor Sache heißt das Prinzip. Jeder, den ich beobachtet habe, hat sich den Button übrigens auf der Herzseite angesteckt. Stärker kann ein emotionales Signal ja kaum sein.

Aufgrund welcher Beobachtungen haben Sie diese Wertschäftzungsaktion gestartet? Wer soll in erster Linie aufgerüttelt werden?

Servicemiseren entstehen durch Führungsmiseren, das erlebe ich bei meiner Arbeit als Speaker und Coach immer wieder. Veraltete Managementmoden und überholte Führungsstile sind die größten Bremsklötze auf dem Weg in unsere neue Businesswelt. Noch vor technologischen und produktbasierten Innovationen erscheinen mir jetzt zuallererst Innovationen drinnen in den Unternehmen dringend vonnöten. Kollaboration und Vernetzung sind die Schlüsselworte zum Ziel. Outside-in-bottom-up heißt der Weg. Das heißt: Die entscheidenden Impulse kommen heute von draußen, und sie werden über die Mitarbeiter nach „Oben“ getragen – oder eben auch nicht.

Sie sammeln Geschichten von Mitarbeitern, die Ihren Button tragen. Sind da schon welche eingegangen? Und wovon handeln diese?

Es gibt traurige und lustige Geschichten. „Das alles sagen SIE mal besser dem Chef“, höre ich oft. Einmal hat jemand 100 Buttons bestellt, und dann bei der Einsatzplanung gesehen, wie grottenschlecht die Unternehmenskultur wirklich war. Die Person hat sich gleich einen neuen Arbeitgeber gesucht und nimmt die Buttons nun mit. Am besten funktioniert die Aktion, wenn Führungskraft und Mitarbeiter den Button gemeinsam nutzen, und als Symbol für ein besseres Miteinander betrachten. Es gibt auch Leute, die ihn auf dem Weg zur Firma oder nach Hause tragen, um zwanglos mit Mitmenschen ins Gespräch zu kommen, statt immer nur demütig gebeugt vor den Handys zu hängen. Und im Handel benutzen ihn manche, um locker mit Kunden Kontakt aufzunehmen. Denn ein stereotypes „Kann ich Ihnen helfen?“ erzeugt ja heutzutage hauptsächlich Gegenwehr. Ich bin gespannt, was sich die Leute noch so alles einfallen lassen. Die schönsten Geschichten kriegen übrigens ein Plätzchen in meinem Touchpoint-Blog.